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Digitale Nachhaltigkeit im Büro

Foto: Sarah Dorweiler, Unsplash.com

Das Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigt uns beim Shopping, beim Essen, wahrscheinlich bei der Urlaubsplanung und hoffentlich auch im Bereich Digitalisierung. Daher nun einige Tipps, wie man die online-Arbeit im Büro nachhaltiger gestalten und damit einen Beitrag zu einer ökologischeren Zukunft leisten kann.

 

Insgesamt wollen alle Tipps die Verringerung des Energieverbrauchs und damit die Verringerung der Co2-Emission sowie mehr Fairness erreichen.

 

Freilich wäre für Ihr privates online-Nutzer*innen-Verhalten noch viel mehr möglich. Stichwörter wären beispielsweise Streaming-Dienste sowie E-Mail- und Ökostromanbieter.

 

 


 

1. Suchmaschinen

Nutzen Sie nachhaltige Suchmaschinen, beispielsweise Ecosia. Ecosia ist einer Berliner Unternehmen, legt Wert auf Transparenz und pflanzt mit seinen Einnahmen Bäume. Außerdem wahrt Ecosia laut eigenen Aussagen die Privatsphäre ihrer Nutzer*innen. https://www.ecosia.org/

 

2. Downloadlinks

Versenden Sie Downloadlinks, anstatt große Dateien als Anhang Ihren E-Mails beizufügen.

 

3. Löschen von ungenutzten Accounts

Löschen Sie innaktive Accounts (beispielsweise auf Social Media Plattformen) und kündigen Sie die Newsletter-Abos, die Sie schon seit Längerem nicht mehr lesen.

 

4. E-Mail- und Desktop-Organisation

Löschen Sie regelmäßig Ihre E-Mail-Postfächer, räumen Sie Ihren Desktop auf und löschen Sie längst nicht mehr relevante, überholte und / oder ungenutzte Dateien. Dies entlastet nicht nur die Server, verbraucht also weniger Energie, sondern sorgt auch für mehr Übersichtlichkeit.

 

5. Browser- und Sprachsuche

Browsersuchen und Suchen mit Siri und Co fordern einen zusätzlichen Energie- und Rechenaufwand. Besuchen Sie eine Website direkt und vermeiden Sie unnötige Suchanfragen.

 

6. Bildschirm

Ihr Computerbildschirm sollte nicht so überdimensional wie möglich, sondern so groß wie nötig sein.

 

7. Computer, Laptop und Smartphone

Elektrogeräte verbrauchen auch im Standby-Modus Storm. Schalten Sie die Geräte bei längerem Nichtgebrauch gänzlich aus.

 

8. Stationärer Internet-Anschluss

Nutzen Sie das Internet nach Möglichkeit über einen stationären Anschluss mit LAN oder WLAN und nicht per Mobilfunk.

 

9. WLAN-Router

Sie arbeiten im Homeoffice? Die Arbeitszeit geht beinahe nahtlos in die private Internetzeit über? Wenigstens in der Nacht sind Sie hoffentlich nicht im Internet unterwegs. Schalten Sie das Internet in der Nacht aus.

 

10. Gebraucht statt neu / Fair statt unfair

Greifen Sie als Alternative zum Neukauf von Laptops, Computern, Bildschirmen und Firmenhandys auf gebrauchte und neu aufbereitete (refurbished) IT zurück. Kaufen Sie Fairphones.

 

11. Nachhaltige Software / Tools

Generell sollten Sie über folgende Punkte bei der Auswahl einer nachhaltigen Software / einem nachhaltigen Toll nachdenken:

  • Tools mit dem passenden Funktionsumfang auswählen (Welche Funktionen werden Sie tatsächlich nutzen?),
  • europäische statt amerikanische Anbieter auswählen (Stichwort: Zugriff auf personenbezogene Daten),
  • auf Datensparsamkeit achten,
  • auf Datenexportmöglichkeit achten (sonst dauerhafte Abhängigkeit von diesem Tool),
  • Open Source nutzen,
  • bei Genossenschaften statt bei Kapitalgesellschaften kaufen,
  • bei kleinen Anbietern statt bei Mega-Firmen kaufen,
  • auf den Blauen Engel achten oder sich beim Hersteller über die Energieeffizienz beim Hersteller erkundigen.

Die Open Source Initiative stellt Lizenzen für Software kostenfrei zur Verfügung; auf GitHub finden Sie Open Source Projekte und können zusammen daran arbeiten; WeSustain unterstützt beim Nachhaltigkeitsmanagement; sphera unterstützt beim Nachhaltigkeitsreporting.

Ein Beispiel nachhaltiger freier Software ist Nextcloud als Alternative zu Dropbox oder Google Drive.

Als nachhaltige Alternative im Bereich Kollaborationstools zu Zoom können Sie BigBlueButton oder Jitsi-Meet und statt Google Docs und Word Etherpad verwenden. Natürlich gibt es darüber hinaus noch andere Tools bzw. Anbieter. Bitte informieren Sie sich selbstständig, in wie weit, das jeweilige, von Ihnen genutzte Tool DSGVO konform ist.

 

 

 

 

 

Quellen:

https://www.careelite.de/nachhaltig-im-internet-surfen/

https://gemeinsam-digital.de/nachhaltige-digitale-tools-finden/

https://moritzorendt.com/digitale-tools-nachhaltigkeit/

https://www.studibuch.de/magazin/nachhaltigkeit-im-internet-4-tipps-zum-gruener-surfen/

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